Hallo zusammen, auf zwei bewaldeten Gipfeln in Baselland habe ich Repeater installiert, um die Verbindung Basel-Olten bzw. Sonnenberg-Olten zu verbessern. SNR zwischen den beiden Repeatern ist plusminus immer so um 0 dB herum, obwohl die Line of sight perfekt ist und laut Antennenabdeckungstool auch alles ok ist. Entfernung ca. 11 km. Was kann ich tun? Beides sind RAK4630 auf ca. 2,5 m über dem Boden, der eine mit der Blade-Antenne von RAK, der andere mit der 40 cm Gizont-Antenne von Bastelgarage. Wäre eine andere Antenne sinnvoll? Oder ein 1-Watt-Booster? Oder sind die Bäume das Problem? Wobei: Lokal habe ich locker 10 bis 12 dB, auch wenn ein dichtes Waldstück dazwischen liegt.
Meines Wissens ist für den normalen, lizenzfreien Betrieb von LoRa (z.B. für MeshCore) die Sendeleistung auf 25 mW (14dBm) EIRP begrenzt (s. BAKOM).
Wenn die Funkstrecke über weite Teile durch den Wald läuft, kann die Dämpfung erheblich sein. Siehe: https://smartmakers.io/lorawan-reichweite-teil-2-reichweite-und-abdeckung-von-lorawan-in-der-praxis/
Was das Linkbudget verbessern kann sind Richtantennen und eine möglichst hindernisfreie Funkstrecke.
Viel Erfolg!
Hello, ich habe auch ein 40cm antenna aus bastelgaraage, ich brauche sie aber nicht mehr, mir wurde empfohlen direkt in der mull zu werfen, dafur habe aus china zwei fiber und eine yagi( gute swr aber 10db..leider illegal wie der 1w booster) mit beide (fiber und yagi) ich erreiche ein repeater 11km weit weg, aber ich bekomme der signal aber sende ist nicht immer ok. Der amder repeater ist auf ein hugel und. Ich bin in stadt (bellinzona un der andere monte ceneri) sobald ich meine enatenne hoch platziere wird besser, bald ich installiere die antenne auf dem dach ( etwa 10m) met der hoffnug ein stabiles verbindung. Lugano ist gut abgedect, leider bellinzona und locrno weniger…trotzdem, je nach gluck ich habe leute in pavia, milano und sogar varazze, bin eben am yagi und fiber aus china testen, trotz gute Swr die situation ist noch nicht optimal..man braucht repeater inzwischen und gut positioniert… mit dem transalp repeater ich sehe manchmal deutschweiz, welsche und deutschland…
Viel spass
Ich würde davon abraten, über die erlaubte Sendeleistung hinaus zu gehen. Auf lange Sicht machen wir uns hiermit keine Freunde. Das Problem ist eindeutig der Wald, die Frequenzen in unserem Bereich werden erheblich gedämpft. Mit “line of sight” ist gemeint “wirkliche” Sicht, nicht “falls es keine Bäume hätte”. Da wird auch die beste Antenne nicht wirklich helfen. Mein Typ: suche Standorte mit wirklichem Sichtkontakt, also ohne Bewaldung.
Gruess, HB9ITR / Roger
Hallo Tok
Stell dir vor, dein Radio sei das Licht auf dem Niesen oder auf dem Jungfraujoch, welches in alle Richtungen abstrahlt. Dieses Licht siehst du aus der Ferne nur, weil es nicht im Wald steht oder anderswie z.B. durch einen Hügel, verdeckt ist. Du kannst dich etwas verschieben und plötzlich wirst du das Licht sehen.
Etwa so ist es auch mit unseren kleinen Radios. Bei unserer Frequenz machen oft schon einige Meter verschieben des Radio’s bezüglich Übermittlungsqualität etwas aus.
Die Qualität deiner Verbindung wird sich verbessern, wenn du die Repeater auf freiem Feld oder am Rand einer grossen Lichtung (z.B. nach einem Holzschlag wegen Käferbefall) platzieren kannst.
Verwende übliche Antennen zum ‘draufschrauben’. Du findest im Blog entsprechende Beiträge.
Die Abstrahlungs-Leistung unserer Radios (Radio zusammen mit Antenne) ist reglementiert! Ein Booster darf nur verwendet werden, wenn die Antenne ‘kastriert’ wird! Also lass die Finger davon… ![]()
Hier ein Bild vom Repeater und seiner Umgebung auf dem Grenchenberg. Er bedient u.A. den Repeater auf der Falkenfluh.
Etwa so offen sollte die Sicht sein, damit die Verbindung ordentlich passt.
Viel Spass bei deinen Experimenten!
Lieber Gruss, Paul
Danke für eure Antworten! Dann versuche ich es am Waldrand. Allerdings gehen dann einige Höhenmeter verloren und eventuell kommt die Bergkuppe dazwischen … Mal schauen!
Übrigens, noch was: wenn die Angabe SNR 0 wirklich stimmt, heisst das, dass Du kein Empfangssignal hast. SNR heisst “Signal to Noise Ratio”, also Signal-zu-Rausch-Verhältnis. Da immer Rauschen vorhanden ist, kann Signal geteilt durch Rauschen nur dann Null werden, wenn das Signal Null ist. Wo also nichts ist, kannst Du auch nichts repeaten.
LORA mit Spread Spectrum Modulation kann definitiv Signale auch unter dem Noise Floor empfangen. Das ist je gerade das Tolle an LORA aber auch der Grund weshalb die Bandbreite sehr eingeschränkt ist. Mit SF 8 welches wir momentan verwenden ca bis -10 dB. Ein SNR von 0 wie in der initialen Fragestellung erwähnt ist absolut OK und sollte gut dekodiert werden können.
Beispiel Trace welchen ich gerade zwischen zwei Repeater durchgeführt habe.
Distanz 7 km davon ca 1.5km durch Wald und ohne Line of Sight:
Tabelle SNR an meinem Observer:
Ja, in Fall Lora hast du recht, dort ist das tatsächlich möglich. Im “konventionellen” Funk geht es jedoch nicht.
Spannend, so ähnlich sehen die Traces bei mir manchmal auch aus. Ich frage mich jedoch: Knapp geglückte Traces sind das Eine, aber reicht es aus, dass Nachrichten wirklich ihren Weg über eine solche Route finden? Weil über meine beschriebene “Problem-Route” gelangen täglich nur sehr wenige Gruppennachrichten zu mir.
Hallo zusammen
Basel - Sonnenberg ist Sichtverbindung.
Sonnenberg - Olten geht auf dem kürzesten Pfad nur über den Repeater auf der Challflue.
Repeaters auf dem Schleifenberg und auf dem Grammel können für eine Verbindung Basel - Olten nicht wirklich was beitragen. Eher ist das Gegenteil der Fall: ab diesen Hügeln wird ein Teil des Schwarzwaldes und des Elsass abgedeckt und somit noch mehr Traffic repeated.
Um die Nordwestschweiz besser mit dem Mittelland zu verbinden, wären weitere Repeater auf der Jurakette notwendig. Z.B. auf dem Wisenberg oder beim Swisscom-Tower Froburg. Dieser würde Challflue hören und selber das halbe Mittelland inkl. Olten abdecken.
Wald dämpft das Funksignal auf höheren Frequenzen ziemlich stark. Im Sommer mit viel Blättern noch mehr als im Winter.
Die Repeater auf dem Schleifenberg und dem Grammel sind quasi in Sichtweite meines Companions (blau). Der auf dem Grammel kommt gar nicht, der auf dem Schleifenberg mit -11.25dB rein. Wie andere Kommentatoren bereits erwähnt haben, sollte ein Repeater möglichst frei stehen: über den Baumwipfeln oder am Waldrand. Mitten im Wald ist suboptimal.
vy 73 de Tom
Map
Opentopomap mit Höhenkurven.
Das stimmt “im Prinzip”. Faktisch wird das SNR aber meistens in dB angegeben (aber einfach als SNR ausgedrückt). In dB heisst SNR = 0, dass Signal / Noise = 1 / 1 ist, also dass die Signalstärke gleich der Noisestärke ist.
Für Signal / Noise = 2 / 1 gilt SNR [dB] = 10 * log10 (2/1) = 3.
Für Signal / Noise = 1 / 2 gilt SNR [dB] = -3.
Bei klassischen Signalen (AM / FM) muss SNR > 0 (meistens sogar 10 dB oder mehr) sein, um diese “gut” zu empfangen. Moderne digitale Signale können unter Ausnutzung von Fehlercodes u.a. auch Signale empfangen, die unter dem Rauschen liegen.
mfg Martin / HB9GVW




