Le Valais, encore une zone blanche ? - Das Wallis – noch ein Funkloch?

Je suis actuellement en visite à Sion et j’ai emporté mon équipement avec moi. En regardant la carte, on pourrait croire que le Valais est déjà bien couvert. Mais en réalité, on se retrouve rapidement dans une zone sans connexion.

Ce qui constitue plutôt un luxe pour moi sur le Plateau suisse devient ici une véritable nécessité. Les répéteurs doivent être placés de manière stratégique afin d’assurer la meilleure couverture possible. Sinon, on se retrouve vite dans l’ombre du relief, coupé du reste du réseau.

Qui participe au développement du réseau MeshCore en Valais ? Une liaison stable entre Brigue et Lausanne serait tout de même un bel objectif !

Not because it’s easy, but because it’s hard.


Ich bin gerade zu Besuch in Sion und habe meine Ausrüstung mitgenommen. Wenn man sich die Karte anschaut, könnte man meinen, das Wallis sei bereits gut erschlossen. In Tat und Wahrheit befindet man sich hier jedoch schnell in einem Funkloch.

Was bei mir im Mittelland eher ein Luxus ist, wird hier zur Notwendigkeit. Die Repeater müssen strategisch sinnvoll platziert werden, um eine möglichst gute Abdeckung zu erreichen. Ansonsten sitzt man schnell im Funkschatten des Geländes und ist vom restlichen Netz abgeschnitten.

Wer engagiert sich beim Ausbau des MeshCore-Netzes im Wallis? Eine stabile Verbindung von Brig bis Lausanne wäre doch ein gutes gemeinsames Ziel!

Not because it’s easy, but because it’s hard.

Genau diese Frage habe ich im Backbone-Projekt durchgerechnet — die Wallis-Achse ist einer der spannendsten Lückenschlüsse im Schweizer Netz. Wichtig vorweg: Das Folgende ist ein Planner-Ausblick, kein gebauter Bestand — also Vorschläge, wie man die Lücke schliessen könnte.

Ausgangslage, genau wie du sie beschreibst: Das Unterwallis hat den Coude de Martigny geschafft (Roc Blanc + Scex-Carro, beide live). Das Oberwallis ist ein eigenes aktives Cluster (Brig/Visp). Dazwischen die Sion–Sierre-Enge — verschärft dadurch, dass der frühere Brückenknoten Lens (Crans-Montana) gestohlen wurde. Aktuell sind Ober- und Unterwallis deshalb getrennt.

Der Lückenschluss ginge über einen Höhenknoten: Pointe de la Plaine Morte (2927 m). Der sähe reales Unterwallis (Roc Blanc +19.8 dB) UND reales Oberwallis (Glishoru +20.9 dB), beide 100% Fresnel — und bände nebenbei Berner Oberland + Mittelland an (Niesen, Chaumont, Hasenmatt). Ein Super-Hub. Aber: 2927 m, vergletschert — echtes Infrastruktur-Deployment, kein Solar-Node zum Hinstellen.

Praktisch realistischer wäre Vercorin (1300 m) — erschlossenes Dorf mit Seilbahn, ganzjährig zugänglich. Bände das Sierre-Tal an (3960 Core +40 dB). Aber — ehrliche Einschränkung — Vercorin sieht Brig/Glishoru nicht. Die Oberwallis-Anbindung Richtung Brig bliebe zwingend an Plaine Morte hängen.

Für dein Brig–Lausanne-Ziel heisst das: Die durchgehende Verbindung stünde mit einem gut platzierten Höhenknoten (Plaine Morte) — das ist der Schlüssel. Redundanz wäre nett, ist aber nicht das primäre Ziel; erst mal geht es darum, die Kette überhaupt zu schliessen. Wenn du im Oberwallis unterwegs bist und einen guten Hochpunkt kennst: genau solche Standorte sind goldwert.

Alle Knoten, Margins und Koordinaten sind im Wallis-Ausblick der Backbone-Karte, direkt hier:

Und ja — not because it’s easy, but because it’s hard. Das Wallis ist genau der Teil, wo’s interessant wird.

Roland/HB9VQQ

Wow. Ich bin sprachlos. Tolle Arbeit.
Ich werd im Herbst/Winter mal versuchen deinen Repeater nachzubauen.

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Das Oberwallis bis Oberwald nicht vergessen :+1:

In Oberwald selber hat es schon 3 Repeater. Zum Glishorn ist aber die Verbindung noch unstabil, wenn auch manchmal vorhanden.

Gibt es eigentlich in der USKA eine Community die sich für Meshcore einsetzt oder sind alle HB’ler ‘Einzelkämpfer’ ?

Mir ist diesbezüglich nichts bekannt. Die USKA setzt sich hauptsächlich für den Amateurfunk ein — MeshCore läuft ja lizenzfrei im ISM-Band, ist also nicht ihr klassisches Kerngebiet.

In den Statuten gibt es aber durchaus Anknüpfungspunkte: Punkt 3.3 fasst „weitere Anspruchsgruppen der funktechnischen Kommunikation" recht weit (auch wenn dort v.a. SWL/Hör-Amateure genannt sind). Näher dran finde ich 3.12 (Unterstützung der Bevölkerung bei Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur) und 3.15 (Zusammenarbeit mit anderen Organisationen bzw. Fachgruppen mit besonderen Aufgaben) :slightly_smiling_face:

Der strukturell sauberste Weg wäre wohl ein eigener MeshCore-Verein, der bei Bedarf sogar als Kollektivmitglied (4.1.4) an die USKA andocken könnte — dann eigener Fokus und trotzdem Anbindung ans bestehende Funk-Ökosystem.

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Hallo Roland
Danke für Deinen informativen Beitrag. Du machst Dir viele Gedanken zur Erschliessung des Wallis. Dabei fällt mehrmals der Ausdruck “Backbone-Projekt” bzw. “Backbone”. Das verstehe ich nicht so recht: Weder gibt es bei Meshcore in diesem Band eine separate Frequenz für einen Backbone, noch grössere Bandbreite noch erhöhte Daten-Übertragungsraten etc. Das wären alles Grund-Voraussetzungen für einen Backbone. Statt dessen handelt es sich eben um ein Mesh. Problematisch wird es zudem, wenn Repeater auf extrem hohen Positionen mit grossem Funkhorizont errichtet werden. Die hören derart viele Stationen, dass sie praktisch im Dauerstress sind und alles repeaten, was sie hören. Ob das bei Meshcore wirklich gewünscht ist bleibe dahingestellt. Transalp mag da eine Ausnahme bleiben.

An alle Walliser: Habt Geduld! Wie ihr gesehen habt, ist das Unterwallis schon recht gut abgedeckt. Nun geht es im nächsten Schritt Richtung Sion-Sierre-Visp. Es geht darum Standorte zu finden, die in Privatbesitz sind und deren Eigentümer einen Meshcorerepeater ausdrücklich erlauben. Wir möchten vermeiden, dass wie im Fall von Lens die Repeater mehrfach gestohlen werden. Im August folgt die Region Sion-Sierre, im September/Oktober dann Visp. Ideal wären auch Standorte wie z.B. Crans-Montana-Aminona für die Versorgung des Val d’Anniviers sowie Eggerberg-Finnen für die Versorgung des Mattertals. Wir bleiben dran…

Heinz, HB9HVS

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Beachtet auch diese Beiträge - von Visp Richtung St. Niklaus ist schon gut erschlossen: Die Erschliessung zweier Täler - der Weg dahin - #102 by VLK

Gruss eines Wallisers (aus Zürich, aber viel in Oberwald)

Hallo Heinz

Vielleicht als Einstieg hilfreich: Der ganze Hintergrund — was ich unter „Backbone" verstehe, die Kriterien, die Methodik und die regionalen Ausblicke — ist in der Backbone-Studie dokumentiert. Das ist mein Arbeitsansatz, keineswegs in Stein gemeisselt — aber vieles von dem, was du ansprichst, ist dort schon aufgegriffen.

Vielleicht noch, warum mir die Struktur überhaupt wichtig ist: Für viele ist MeshCore ein technisches Hobby, um einfach Spass damit zu haben — mir geht es um Notfunk, also Erreichbarkeit im Ernstfall, wenn Strom und Mobilfunk ausfallen. Verlässlichkeit entsteht dann nicht aus zufällig verteilten Knoten, sondern aus einer durchdachten Topologie mit stabilen, autarken Höhenstandorten, die die Regionen tragen. Ein „Backbone" im topologischen Sinn ist dafür kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung, dass das Netz im Notfall zusammenhält.

Trotzdem kurz zu deinen zwei Hauptpunkten:

Zum Begriff „Backbone": Ich komme aus der IT-/Netzwerkwelt, wo „Backbone" rein topologisch gemeint ist — die Kernebene, die Teilnetze überregional zusammenschaltet, unabhängig vom Medienzugriff. Auch Ethernet ist in seiner klassischen Form ein shared medium (CSMA/CD), und trotzdem spricht dort niemand einem Backbone-Segment den Namen ab. Es geht um die Rolle im Netz, nicht um eigene Frequenz oder Bandbreite. Wobei — als Idee gar nicht abwegig: Ein dedizierter Backbone-Kanal für den überregionalen Transit, getrennt vom lokalen Verkehr, wäre eine durchaus reizvolle Ausbaustufe.

Zum Überlast-Problem hoher Knoten: Ich verstehe deinen Punkt so, dass ein exponierter Knoten mit grossem Funkhorizont durch das viele Mithören/Weiterreichen an seine Duty-Cycle-Grenze kommt. Theoretisch nachvollziehbar — belastbare, öffentliche DC-Messdaten über die Repeater im Netz gibt es allerdings keine, das lässt sich also weder in die eine noch die andere Richtung mit Zahlen belegen. Was sich beobachten lässt: Die bestehenden Backbone-Repeater arbeiten in der Praxis stabil. TRANSALP ist dabei nicht allein; etliche gut verlinkte Höhenknoten (LagMesh, Bantiger, Felix, die Zentralschweizer Gipfel) tragen das Rückgrat mit.

Zum Wallis: Mein Beitrag ist die Funkbudget-Analyse vom Schreibtisch — ein Vorschlag von aussen, keine Vorgabe. Was davon vor Ort wirklich machbar ist, wisst ihr in der Region besser als jede Planner-Rechnung. Die Plaine Morte (2927 m) steht in der Studie denn auch ausdrücklich als rechnerische Obergrenze mit dickem Praktikabilitäts-Vorbehalt; als real gangbaren Weg hebe ich selbst das tiefere, erschlossene Vercorin (1300 m) hervor — also gerade nicht den extremen Super-Hub. Dass ein Betrieb auf solcher Höhe grundsätzlich möglich ist, zeigt übrigens TRANSALP: Der läuft auf 3700 m am Jungfrau-Ostgrat stabil — also nochmal deutlich höher als die Plaine Morte.

Roland/HB9VQQ

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Was das Wallis betrifft, so wurden kürzlich mehrere Repeater in der Region Chablais zwischen dem Genfersee und Martigny installiert. Ziel war es, die Signale vom Haupt-Backbone-Netz (Region Lausanne-Montreux) bis nach Martigny weiterzuleiten. Die Repeater von SCEX-CARRO und ROC BLANC ermöglichen es, die «Rhône-Biegung» zu überbrücken.
@HB9VQQ wir gehen nun davon aus, dass das französischsprachige Wallis, zumindest bis Martigny, kein Cluster mehr ist und dass es ordnungsgemäss (und mit etwas Redundanz) an das Schweizer Backbone angeschlossen ist. Wir wären an den Ergebnissen eurer Verbindungstests interessiert.

Die Verbindung zum Oberwallis fehlt noch. Es wird noch ein weiterer Repeater installiert, um die Signale von Martigny aus mindestens bis nach Sion weiterzuleiten, was die Grenze der Isolation des Clusters noch ein wenig weiter verschieben wird.

Ab diesem Punkt sollten meiner Meinung nach die Betreiber aus dem Oberwallis die Arbeit übernehmen ( @HB9HVS @TNM ? ) Die Romands haben ihren Teil der Arbeit geleistet :laughing:

Schliesslich wäre es wünschenswert, dass die Verbindung zum romandischen Backbone nicht ausschliesslich von der Verbindung über das Chablais abhängt. Eine Verbindung vom anderen Ende aus, d. h. vom Oberwallis in Richtung Bern, wäre sehr wertvoll. Ich weiss nicht, ob es im Oberwallis Punkte gibt, die hoch genug liegen, um die Alpen zu überqueren. Wenn es einfach wäre, wäre es bereits geschehen…