Da ich nicht vom Fach, versuche ich die plagende Frage in Prosa zu beschreiben, da sind:
2 LILYGO T-Desk plus: Aussengewinde, kein Pin
Einige 868 MHz Antennen, mobil, flex: Innengewinde, Pin ( passen auf T-Desk )
Einige Antennen mit N male
Antennenkabel mit N female → SMA / RP-SMA ( Überwurfmutter / Innengewinde, kein Pin ), z.B. von Bastelgarage RAK9733 Art. Nr. 424287
1 .. 2 Repeater in Planung ( das ist der Auslöser für dieses Thema ): SMA, RP-SMA => Aussengewinde, mit / ohne PIN ?
Vielleicht sind meine Erwartungen / Anforderungen zu hoch: Ich möchte möglichst schmerzfrei ( Adapter ) 868 MHz Antennen ( SMA Innengewinde, Pin ) wahlweise auf Companion wie T-Desk und Repeatern verwenden können. Ebenso möchte ich wahlweise eher stationäre Antennen mit N-Anschluss über Koax-Kabel auch mal an einen T-Desk anschliessen.
Ok, es gibt auf SMA und RP-SMA diverse Adapter. Adapter möchte ich jedoch soweit möglich vermeiden.
Gibt es so eine Art Standard im MeshCore-Universum ? Für Companion, für Repeater, für beide ?
Funfact: Aus Verzweiflung habe ich CoPilot um Rat gefragt - Resultat waren mehrfach sich widersprechende Antworten. Aber ja, die Qualität der Fragestellung bestimmt mit die Qualität der Antwort, oder ähnlich.
An den beiden LILYGO T-Deck ist mit SMA-Female verbaut-was verbaut sein sollte. Geräteseitig eine Buchse, Antennenseitig ist es dann der Stecker (Stift) von SMA Male.
Alles zu HF-Verbindungen und insbesondere zu Reverse-SMA (was die Ursache für dein Kopfzerbrechen ist) findest du auf Wikipedia.
Beim Selbstbau (z.B. RAK-Universum, XIAO) legst du dann eine Koax-Verbindung IPEX auf SMA-Female (Aussengewinde, Loch). Bei IPEX ist immer der Stecker auf der Leiterplatte fest verlötet! Die Kabel sind mit Female-Anschlüssen versehen. Mehr dazu: U.FL – Wikipedia
Bei N-Verbindungen wird in der Regel dass selbe Prinzip (Antenne = Stecker/Gerät = Buchse) wie bei den SMA-Verbindungen angewendet.
Vielen Dank, das hat den Nebel ein gutes Stück verblasen.
Ob ich das mit den Männlein und Weiblein, Stift, Buchse, Stecker und Loch auch unter Reverse Polarity gecheckt habe wird sich zeigen. Mein Problem war bzw. ist auch der Begriffs-Willkür auf dem Markt geschuldet: Viele Artikel wie Antennen, Kabel, Adapter sind m.E. besch… bezeichnet.
Bei den Companions ( für mobil ) recht klar bzw. stellt einen gewissen Standard dar:
Companion, Gerät hat SMA f ( Buchse, Loch, Aussengewinde ), und nimmt auf
Antenne ( mobil, flex ) SMA m ( Stecker, Stift, Innengewinde )
Für den/die Repeater habe ich mich entschieden:
Repeater, Gerät bekommt ( wie bei den Companions ) SMA f ( Buchse, Loch, Aussengewinde ), nimmt wahlweise auf
Antenne ( mobil ) SMA m ( Stecker, Stift, Innengewinde )
Antennenkabel ( z.B. RAK9733 ) mit RP-SMA ( Überwurfmutter, Loch ) + Adapter
Antennenkabel ( z.B. Galaxus Art.Nr. 61275303 ) mit SMA m, leider nur RG58/U, aber bei 1 m glaube/hoffe ich nicht dramatisch bzgl. Dämpfung, ev. nicht so wetterfest
Mittlerweile hat sich die RF-Stecker/Buchse-Konventions-Frage für den/die Repeater für mich etwas relativiert und hat nur noch Relevanz für 2 .. 3 Tests.
Denn eigentlich gehört doch so ein RAK-Modul ( z.B. RAK4631 auf RAK19007, ggf. mit RTC RAK12002 ) direkt in ein wetterfestes Antennen-Gehäuse ( Patch-Antennen ), ggf. mit einem kleinen Puffer-Akku ( einer der auch bei Minus-°C Ladung aufnimmt ), und abgesetztem Solar-Akku-Modul ( welcher auch bei Minus-°C Ladung aufnimmt ). Die DC-Verbindung ist m.E. flexibler weit weniger empfindlich und anspruchsvoll bzgl. Biegeradius und Abdichtung als eine HF/RF-Verbindung.
Ich hoffe das macht so einigermassen Sinn, danke nochmals für Eure Unterstützung.
Du kannst auch einzelne Pigtails mit der Steckverbindernorm deiner Wahl bestellen und damit einen einheitlichen Standard in deinem Gerätepark schaffen. In der Hochfrequenztechnik ist die “normale” Polarität üblich, d.h. ein Stecker ist männlich (hat einen Stift) und eine Buchse ist weiblich. Von dort rühren auch Bezeichnungen wie SMA/f oder N/m welche die Ausführung eindeutig beschreiben.
Die reversen Ausführungen (RP-SMA & RP-TNC) sind eher aus regulatorischen Überlegungen entstanden und waren erstmals bei WLAN Equipment zu beobachten. Sie sind elektrisch gleichwertig zu den “normalen” Ausführungen und sollten damals das unerlaubte Anschliessen externer Antenne erschweren… das hat natürlich nicht funktioniert
Heute werden bei Mobilfunkroutern oft RP Anschlüsse für WLAN und normale Anschlüsse für Mobilfunk eingesetzt. Hier geht es darum, das versehentliche Vertauschen der frequenzmässig unterschiedlichen Antennen zu verhindern.
Leider passt ein RP-SMA Stecker problemlos auf eine normale SMA-Buchse… nur kommt kein elektrischer Kontakt zustande und im besten Fall funktioniert das Gerät nicht. Im schlechtesten Fall wird dessen Sender beschädigt, weil er infolge der fehlenden elektrischen Verbindung eine Totalreflexion der ausgesendeten Energie erfährt.
Leider passt auch ein SMA/m Stecker auf eine RP-SMA-Buchse… jedenfalls mit beherztem Anschrauben und nur genau einmal. Danach ist der Stift am Stecker abgebrochen und der Anwender wundert sich (schon wieder) über die fehlende Funktion.
In der Messtechnik werden unterschiedliche Steckverbindernormen so ausgelegt, dass sie sich nicht versehentlich miteinander kombinieren lassen. Dies z.B. durch unterschiedliche Aussengewinde. (3.5mm / 2.4mm etc.) So können (gewollte) Inkompatibilitäten besser behandelt werden als mit dem Reverse-Gebastel.
Es gibt aber auch hier Ausnahmen von der Regel. So lassen sich SMA und 3.5mm Steckverbinder mechanisch miteinander kombinieren und nehmen dabei auch keinen Schaden. Allerdings haben beide unterschiedliche elektrische Spezifikationen, der 3.5mm Verbinder ist enger toleriert und damit für höhere Frequenzen einsetzbar. Den Unterschied kann man von blossem Auge z.B. an der unterschiedlichen Ausführung des Dielektrikums erkennen.
Für gewollte Übergänge gibt es sogenannte “between series” Adapter. Diese sind aber nicht überall sinnvoll, da bestimmte Steckverbindernormen auch für ganz bestimmte Zwecke entwickelt wurden. So macht es z.B. meist keinen Sinn, einen für 40 GHz spezifizierten 2.4 mm Stecker dauerhaft mit einer, als MIL-Standard der 50-er Jahre definierten BNC Buchse zu kombinieren. Der gesamte Übergang würde insgesamt schlechtere Eigenschaften aufweisen als der schlechteste der eingesetzten Steckverbinder.
Das steckt wohl eine Menge Wissen und Erfahrung hinter Deinen Erläuterungen zu dem Stecker-/Buchse-Thema, Vielen Dank. Ich hoffe ich brauche das nicht alles zu wissen um MeshCore an den Start zu bekommen. Mit dem einen oder andern Tip hier bei Meshcore Schweiz komme ich schon weiter, Danke Euch.