Hallo zusammen,
ich möchte kurz meine jüngsten Beobachtungen teilen, die vielleicht dem einen oder anderen helfen kann, die eigene Netzwerklast zu optimieren. Oft neigt man ja dazu, die maximalen Hops hochzuschrauben, um die vermeintliche Reichweite zu maximieren. Ich habe jedoch gemerkt, dass man damit auch genau das Gegenteil erreicht werden kann.
Die Ausgangslage:
Mein Repeater steht an einem exponierten Standort mit guter Sichtachse über das Limmattal und der Stadt Zürich. Einstellung an meinem Repeater 6 Hops.
Nach nur knapp 1 Tag und 15 Stunden Laufzeit sah die Statistik im Admin-Bereich so aus:
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Empfangene Pakete insgesamt: 29’952 (davon 29’312 Flood-Pakete)
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Gesehene Paket-Duplikate: 17’890 (über 60% des gesamten Traffics!)
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Empfangene Paketfehler: 22’071
Meine Beobachtungen in der Praxis:
Ich habe gemerkt, dass sich das Netz durch die hohe Hop-Anzahl im weiten Umland regelrecht selbst im Kreis gejagt hat. Auf dem Public-Kanal ging bei mir zeitweise fast nichts mehr durch. Mein Handgerät musste beim senden wegen „Listen Before Talk" (LBT) permanent warten, weil die Frequenz durch die unzähligen Pakete, auch aus der Ferne, und die massiven Kollisionen völlig dicht war. Das Verhältnis von guten Paketen zu Fehlern lag bei fast 1 : 0.75. Meine Nachrichten gingen oft erst nach mehreren Versuchen oder extrem verzögert raus. Zudem lief meine Kontaktliste in der App nach nicht einmal 24 Stunden an das Limit von 350 Einträgen, sodass keine neuen Kontakte mehr angezeigt werden konnten.
Mein Aha-Erlebnis auf dem Testkanal:
Der Beweis für meine Vermutung kam, als ich auf den einen anderen Kanal wechselte. Da dort der ganze allgemeine Hintergrund-Traffic (wie automatische Positions- und Statusmeldungen) nicht läuft, war die Frequenz frei. Plötzlich gingen meine Nachrichten ohne jede Verzögerung raus. Ohne die Überlagerungen erreichte ich auf Anhieb konstant mehrere Repeater und das viel schneller als auf dem Public Kanal. Die Hardware lief also absolut korrekt – nur der Hauptkanal war durch die hohe Hop-Einstellung völlig überlastet.
Die Konsequenz: Ich habe daraufhin die Konfiguration angepasst:
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Hops reduziert: Von 6 Hops runter auf 3 Hops.
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Kontaktliste zurückgesetzt, um den Verlauf neu zu beobachten.
Mein vorläufiges Fazit: Durch die Begrenzung auf 3 Hops filtert die Firmware weit entfernte Pakete, die schon zu viele Sprünge hinter sich haben, direkt beim Empfang heraus. Der Repeater verarbeitet so nur noch das, was für mich und meine Region wirklich relevant ist, was die Kollisionen senken und den lokalen Traffic wieder reibungslos durchlassen sollte.
Da ich aktuell noch keine Langzeitdaten mit der 3-Hop-Anpassung habe und ich noch nicht genau absehen kann, wie viele Stationen mein Handgerät innerhalb der nächsten 24 Stunden im Vergleich empfangen wird, lasse ich das Endergebnis noch offen. Ein genaues Update mit den neuen Zahlen und dem direkten Vorher-Nachher-Vergleich folgt in den nächsten Tagen!
Kommentare, Ergänzungen und Tipps sind erwünscht!
Beste Grüße, 73


