Welche Antenne für den D5 Solar Repeater?

Hallo DarkBalduin

Pass auf mit all zu grossem Vertrauen in die N-Stecker. Ich habe bei ‘meinen’ Repeatern festgestellt, dass die Dichtung dieser Stecker auch nicht nur das ‘Gelbe vom Ei’ ist. Auch bei sehr sorgfältigem Zusammenbau und anschliessendem ‘verpacken’ in Schrumpfschlauch dringt Wasser zur Verbindungsstelle. Auch diese Teile werden halt spröde… Mir scheint, die SMA-Verbindung etwas weniger heikel zu sein. In der Regel ist das Verbindungsteil im Antennenfuss leicht versenkt und es entsteht so eine Abtropffläche.
Hier noch Lesenswertes zur N-Verbindung: https://hb9so.ch/documents/n-stecker-wasserdichtheit.pdf

Lieber Gruss aus Burgdorf
Paul

Hallo DarkBalduin

Ja, die N-Stecker wären mechanisch robuster. Bei zwei Repeatern habe ich das SMA-Pigtail mit der Buchse gegen ein ebensolches mit N-Buchse ersetzt um eine ca. 30 cm lange Fiberglasantenne direkt am Gehäusr anzuschliessen. Hier ein Bild von einem der Exemplare:

Die anderen Repeater mit der Original SMA-Antenne bekamen einen zusätzlichen Gummiring am Antennenfuss sowie einen weichen O-Ring, welcher zwischen Antenne und Gehäuse sauber abdichtet und auch mechanisch abstützt.

Der Einwand von Paul bezüglich der Wasserdichtigkeit von N-Steckern ist durchaus berechtigt. Das Wasser findet ohne zusätzliche Massnahmen immer irgendwo einen Weg z.B. in den Kabelschirm. Schrumpfschlauch alleine hilft nicht, weil die Kapillarwirkung das Wasser förmlich in den schmalen Spalt saugt, welcher durch die Oberflächenrauhigkeit des Materials immer vorhanden ist. Es gibt spezielle selbstvulkanisierende Gummibänder, oder auch solche aus einer Art Teer, welche diese Aufgabe z.B. an exponierten Mobilfunkanlagen übernehmen. Es gibt aber leider auch Vögel, welche diese Dichtungen wieder lospicken und das Material für den Nestbau „umnutzen“.

Bei einer Montage der Antenne abseits des Gehäuses bleiben dieselben Themen offen, einfach diesmal für zwei Übergänge statt nur für einen. Der Vorteil einer separierten Montage liegt in der mechanischen Entkoppelung zwischen dem Gehäuse und der Antenne. Die ständigen Vibrationen vom Wind belasten das Gehöuse beim Einsatz von grösseren Antennen weniger. Das Kabel selber verursacht (je nach Typ und Länge) unerwünschte Dämpfung.

Sehr sehr spannend all das Wissen welches hier zusammen kommt, ich bin schön brav am mit-lernen :innocent:

Klar ist ein (qualitativ hochwertiger) N-Type mechanisch einfach überlegen, es gibt aber auch SMA mit Gehäuse-Dichtung.

Als zusätzlichen Schutz habe ich neben selbst-verschweissendem bzw. selbstvulkanisierendem Tape übrigens auch mit Sugru sehr gute Erfahrungen gemacht.

CHIX Hasenmatt und CHIX Magglingen sind jetzt bald seit einem Jahr mit SMA, Sugru und einfacher Gizont Antennen im Einsatz. Mal schauen wie die den Winter überleben, aber null Probleme bis jetzt.

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Falls so ein „wasserdichtes“ Pigtail gebraucht werden sollte - hab noch 9 Stück hier :sweat_smile: Leider RP-SMA… Aliexpress bzw der Verkäufer hats versemmelt.

Hallo Paul

Tatsächlich bin ich bis hier hin nur zur Mechanischen Festigkeit der N-Verbindung vs. SMA-Verbindung gelangt, beim Thema Dichtheit gegenüber Feuchtigkeit bin ich noch gar nicht angekommen. Das “dicht” insbesondere “hermetisch dicht” eine in der Anwendung dehnbare Eigenschaft ist kenne ich jedoch vom Job her.

Gerne nehme ich die Anregungen von Dir,@HB9DTZ und @chix an, von sugru: Suche - Digitec hatte ich bisher noch nie gehört, selbstvulkanisierendes Tape kenn ich soweit.

@HB9DTZ danke für die Darstellung Deiner Repeater mit N-Verbinder, momentan denke ich genau in diese Richtung.

Vögel sind kein Witz, hier in Uzwil haben wir viele Rabenkrähen und Elstern, die sind sehr kreativ am frühen Morgen und holen sich was nicht Niet- und Schnabel-fest. Ich respektiere diese Tiere, es ist mein Problem wenn die was wegpicken und nicht deren, ausser es bekommt ihnen nicht.

Ich habe ein paar Teile bestellt und freue mich das zu testen und das Resultat hier zu teilen, kann halt dauern.

Gruss,

DarkBalduin

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