Companion Region Scope Erfahrungen und Funktion

Ich mache mal ein neues Thema, nicht dass wir das mit den Repeatern Settings vermischen. Diese Settings sind wichtig und eine Sache für sich.

Wie aber funktioniert das nun auf den Companions? Ich habe mal meine Repeater mit den Regions ch, ch-de, ch-fr, ch-it und europe programmiert.

Nun habe ich zum Test bei mir zu Hause 2 Compagions am laufen. Ein M1 der hat die Kanäle ohne Region Scope. Der sollte also alles hören.

Dann habe ich einen T114. Da habe ich alle Kanäle auf Region ch gestellt.

Theoretisch sollte also der T114 nur noch Meldungen mit ch bekommen oder? Er bekommt aber die selben Meldungen wie der M1.

Habe ich da was falsch verstanden? Oder mache ich was falsch?

Wie sind Eure Erfahrungen mit den Region?

Salut Jac. Das Aktivieren einer Region in einem Channel auf dem Companion versieht alle ABGEHENDEN Meldungen mit dem Stempel dieser Region, damit die Repeater draussen in der Umgebung selektiv entscheiden können, ob sie repeaten müssen oder nicht. Empfangsseitig hat diese Einstellung aber keinen Einfluss, wie du festgestellt hast. Beide Geräte werden demnach alle Meldungen anzeigen, die sie empfangen können, unabhängig von der Region.

4 Likes

Danke Peter.

Aha wenn das so ist, dann wird es ja noch etwas dauern, bis es wieder etwas ruhiger wird in den Kanälen.

Bin davon ausgegangen, dass mein Companion auch filtert beim reinkommen. Schade eigentlich. :smiling_face_with_sunglasses: :cowboy_hat_face: Aber vielleicht kommt das ja noch. :innocent:

Hallo Jac
Habe heute recht viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht und mit dem MeshCore Analyzer dem Verkehr im Netz etwas verfolgt. Ein grosser Effekt ist im Tessin erzielt worden. Die Umstellung der Repeater ist klar zu ‘sehen’. Der meiste Verkehr wird nicht mehr in die Deutschschweiz übertragen. Ab und zu kommt ein Paket durch… Sobald die Repeater in der Region ch-de umgestellt sind, wirst du den Effekt merken → Direktnachrichten werden wesentlich besser übertragen. Dafür wurde es entworfen. Mehr dazu vom Entwickler.

Lieber Gruss
Paul

4 Likes

Vielen Dank Paul. Meine Repeater sind bereit und ich sende nur noch mit ch

Da hoffen wir mal, dass es nun langsam besser wird. :innocent: :cowboy_hat_face: :cowboy_hat_face:

Hat irgend jemand Statistiken oder Auswertungen?

Für Statistiken und Auswertungen ist es im Moment noch schwierig.

  • letsmesh unterstützt Regionen noch nicht vernünftig

    • dadurch ist es kaum abzuschätzen wie weit Channel-Messages mit Region kommen und wie oft Regionen bereits benutzt werden
  • die meisten Repeater sind vermutlich noch nicht mit Regionen konfiguriert

    • Repeater <= 1.9 unterstützen Regionen nicht, aber lassen Channel-Messages mit Region durch, von diesen gibt es wohl noch einige
    • Repeater >= 1.10 verstehen Regionen, in der default Konfiguration ohne Regionen konfiguriert werden Channel-Messages mit Region jedoch verworfen.
  • erst ab 1.13 und App 1.40 sind Regionen vernünftig konfigurierbar, es braucht sicher noch etwas Zeit bis Repeater updated und konfiguriert sind. Vermutlich auch noch etwas besseres Wetter damit Repeaterbetreiber sich auf die Wanderschaft begeben.

  • Ich erhalte momentan grob 1.5 % der Channel-Messages mit Regionen, jedoch meist mit Pfadlänge kleiner >5

  • Einige der Messages kommen auch bereits aus der Region Bern nach Zürich. Jedoch nur über einen Pfad und da denke ist eher ein Repeater mit 1.9 oder tiefer verantwortlich.

Fazit: Repeater Admins haben noch viel Arbeit vor sich.

2 Likes

Danke @stef für den Bericht über deine ersten Beobachtungen. Ich war gestern und heute 19. und 20.2.26 je etwa drei Stunden zu unterschiedlichen Zeiten mit dem Companion und dem MeshCore Analyzer (durch Observer werden grosse Teile der CH beobachtet) am Beobachten der Verbindungen, wie sie sich seit Dienstag zeigen.

Strang Zürich nach Nord-Nordost, Region Zürichsee: Im Raum Zürich hat es einige gut platzierte Repeater, welche auch in den Raum Baden Württemberg reichen. Im Raum Stuttgart fallen zwei, von Amateurfunkern betriebene Repeater auf, welche auch immer wieder in die Schweiz reflektieren. Ich habe einen Amateurfunker gebeten, er möge doch bitte seinen Repeater mit Regions konfigurieren und beim Senden die Region einstellen. Er meinte, dass er das ‘nicht nötig’ habe, weil es egal sei.

In diesem Raum befinden sich unglücklicherweise auch zwei PingBots. Es macht vielen Nutzern hüben und drüben der Grenze offensichtlich Spass, mehrmals am Tag ‘Ping’s’ abzusetzen und sich daran zu ergötzen, wenn die Bots antworten. Ein PongBot (offenbar in Winterthur? aber wegen mangelnder Koordinaten nicht auf der Karte ersichtlich) belastet die Repeater bis nach Genf und ins Rheintal. Pro Pong eines der drei Bots sprechen in der Regel zwischen sechs bis 11 Repeater an.

Rheintal, Liechtenstein, Österreich: Dort ist schwacher Verkehr (2-3 Verbindungen/h) auszumachen. Einige Verbindungen dringen bis in die Region Bern Mittelland vor. Nach Deutschland scheint ein Fenster bis Stuttgart offen zu sein. Die Verbindungen erreichen meistens auch Repeater in der Region Zürich, oft bis in die Region Bern.

Strang ins Tessin: Da ist der Verkehr merklich zurückgegangen! Offensichtlich hat Rolf @Rolfy-HB9ODI sehr engagiert und rasch informiert und die Repeater umgestellt! Merci viu mau!

Gegen Westen: Aus Genf hören wir immer wieder einen Repeater. Ebenso habe ich einen PongBot beobachtet - dieser ist aber nicht besonders aktiv. Über die Jurakette (Hasenmatt) findet praktisch kein Verkehr mehr nach Deutschland und ins Elsass statt.

Im Mittelland, entlang der Jurakette und in Richtung Alpen sind keine grosse Veränderungen festzustellen. Es ist ein ‘ruhiger’ fast geordneter Verkehr.

Fazit: Grundsätzlich sind wir gut gestartet. Effekte der Umstellung sind bereits Sicht- und messbar! Nun gilt es mit der Information, z.B. auch mit freundlichen Hinweisen und Aufklärung über die Zusammenhänge, im persönlichen Kontakt und in den Channels die Sache weiter zu bewerben.

1 Like

Hallo, liebe Schweizer MeshCore-Community!

Bitte erlaubt mir eine Frage bezüglich der Regionen und des Forwarding, die mich gerade umtreibt.

Als Konstanzer bin ich ja in direkter Grenznähe und die Kommunikation rund um den Bodensee geht ja über Grenzen hinweg, was ja auch sinnvoll ist, denn zum einen kennen sich viele Leute aus den Anrainer-Staaten und Probleme wie Strassensperrungen, Notrufe und Vermisstensuche, Anfragen bei Strom- oder Mobilnetzausfällen sind ja auf allen Seiten wichtig.

Das betrifft natürlich auch die Repeater der Region. Von mir aus sind die nächsten “Schwergewichte” Albstein (hoher Kasten) und Pfänder (OE,AT).

Die helfen bei der verwinkelten Lage von Konstanz auch bei der Kommunikation zwischen verschiedenen Umlandgemeinden (z.B. von Reichenau-Festland Richtung Mersburg, etc).

Was soll ich einstellen, damit Nachrichten sowohl die vier Länder (eischliesslich Liechtenstein) erreichen, und wie kann ich Nachrichten (z.B. Funk-Bandöffnungen) auch aus IT erhalten?

Oder bricht die Kommunikationsunterstützung demnächst an Landesgrenzen ab?

Gibt es da schon Ansätze, das zu vermeiden?

Ich bin derzeit etwas ratlos, was da auf mich zukommt.

Viele liebe Grüße vom Nordrand

Thomas aka “kresse”

Hallo Thomas,

im Moment und sicher noch sehr lange existiert ja weiterhin die Möglichkeit ohne Region zu kommunizieren.

Die Regionen erlauben jedoch die eigenen Aussendungen wo sinnvoll einzuschränken. Sobald Repeater Regionen unterstützen und Leute bereit sind sich einzuschränken, wird dies helfen das Mesh zu entlasten.

Tatsache is das der Verkehr stetig steigt und die Qualität immer weiter sinkt. Gut möglich, das in der Zukunft die einzige Möglichkeit darin besteht Messages ohne Scope nicht mehr zuzulassen. Dazu braucht es jedoch noch Anpassungen der Software da ansonsten Repeater Admin und Direkte Messages nicht mehr funktionieren.

Leute wie du welche sich an den Regionengrenzen befinden, sind dann darauf angewiesen dass sich entweder die Regionen überlappen oder sich grenzüberschreitende Zwischenregionen bilden, “Bodensee” als Beispiel. Dazu bracht es jedoch regionale Absprachen was wiederum sehr schwierig sein wird.

Generell fände ich vermehrte Kommunikation um das gemeinsame Projekt voranzutreiben sehr spannend. Der Kommunikationsbedarf vieler scheint jedoch durch Ping/Pong bereits ausreichend gedeckt zu sein.

Und schlussendlich müssen wir auch einsehen dass Meshcore für bestimmte Use-Cases durch die sehr beschränkten Bandbreite von LORA schlicht auch nicht geeignet ist.

Gruss

Stefan

Hallo Thomas
Danke für deinen Input! In der Grenzregion zu leben hat Vor- aber auch Nachteile :wink:

Um mit MeshCore vom Ersteren zu profitieren helfen Engagement und Absprachen. Vieles ist Pionierarbeit. Das bedeutet aber auch Mitgestaltung!

Ziel: Eindämmen des Flood-Verkehrs im Mesh durch Selbstbestimmung / Selbstverantwortung der Benutzer (MeshCore ist nicht für Flood-Verkehr konzipiert. Das denken die Entwickler)

Grundlagen: Hier mal die Regionen nach DE-Wicki. Wie es in AT und Liechtenstein gehandhabt wird, weiss ich nicht. Unsere Regionen.

Koordination/Information: An den Tisch, oder in die Runde, gehören besonders die System-Ops der (weitreichenden) Repeater (Schwergewichte). Schlussendlich sind sie für die Steuerung des Paketverkehrs in die gewünschte Region verantwortlich, indem sie ihren Repeater entsprechend konfigurieren. Die Ergebnisse der Absprachen sind für alle Nutzer zu kommunizieren.

Eigenverantwortung: Die ‘Absender` der Pakete stellen im Channel, entsprechend dem Bestimmungsort (Region) der Aussendung den Regionalen Scope ein. Ist ja sehr handlich programmiert! Und die ‘Regions Scopes’ können vom nächsten Repeater (Nachbarknoten) heruntergeladen werden (sofernbereits eingestellt!)

Wichtig: Nachrichten A ↔ B sind von Region-Scope nicht betroffen! Das hat mit dem ‘Wildcard’ * zu tun!

Lieber Gruss
Paul

vielleicht wären die bot-betreiber ja so nett sich auf ch zu beschränken?

empfangen würde ja noch immer, aber der flood über unser land würde entfallen und den Pingern allsbald die Lust vergehen …

nur so meine persönliche Meinung und ja ich pinge gelegentlich auch, da ich bei den Regioneneinstellungen komisches bemerkt habe (dazu später mehr)

1 Like

Guten Tag

Inzwischen sind wir leider da angelangt, dass die PingBots wie Pilze aus dem Boden schiessen. Neu sendet einer aus Gurmels FR und einer aus Neuenburg. Und dann hat ein Funkamateur ein Ding programmiert, welches jede Stunde die Ionosphärische Propagation aus dem Internet abruft und im Kanal #Hamradio anzeigt.

Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Betreiber dieser Bots eine Ahnung über Bandbreite und Airtime von ausgesendeten Paketen hat und sie sich eigentlich bewusst sein müssten, was sie tun und was sie besser lassen sollten, um nicht der Allgemeinheit zu schaden.

Es ist nämlich ein Leichtes, einen Bot zu konfigurieren, welcher nur auf direkte Anfragen antwortet. Solche Bots gibt es bereits seit einiger Zeit. Einer arbeitet ganz in meiner Nähe: ‘Burgdorf Papagei’ Er ist diskret, und hilfreich, wenn z.B. ein neuer Repeaterstandort gesucht wird.

Schlussendlich geht es um die Verteilung eines allgemeinen Gutes, der Bandbreite auf der wir Pakete übertragen. Da einige davon ausgehen, dass alle Welt sie hören will, verstopfen sie mit ihrem Tun die für das funktionieren des Netzes wichtigen Repeater. Ist die Bandbreite mit Flood - Meldungen belegt, gibt es keinen Platz mehr für die Direktmeldungen. Also für das, wofür MeshCore ausgelegt ist.

Der ‘Flood’ wird durch Nutzer ausgelöst - also können nur die Nutzer ihn eindämmen!

2 Likes

Guten Tag. Hiermit gebe ich mein Debüt im Meshcore-Forum.

Dem Bot aus der Region Gurmels wurde nun der Stecker gezogen. Asche auf mein Haupt, ich bitte darum, dies zunächst als Meshcore-Greenhorn-Aktion zu verbuchen.

Regionen kommen auch auf die Repeater, sobald der Zugang wieder möglich ist.

Aus meiner zweitägigen Meshcore-Erfahrung nehme ich bereits viele Learnings mit. Es freut mich zu sehen, dass es hier offenbar einen super Ort für den Austausch und die Planung von Elementen sowie Mechanismen gibt, welche dem Netz zuträglich sind.

Aus dem Bot wird zunächst ein passiver Observer, danach folgen sinnvollere Beiträge.

4 Likes

Hallo frazo,

herzlich willkommen!

ich mag mich gut an meine ersten Erfahrungen mit Meshcore erinnern. Wie viele kam auch ich vom Meshtastic und war positiv überrascht dass MC im Bezug auf Reichweite und Kommunikation einfach zu funktionieren schien. Aus MT war ich nur Einwegkommunikation gewohnt sobald es über mehr als 2-3 Hops ging.

Ping und auf die Antwort zu lauschen, fand ich super spannend. Häufig ergaben sich dadurch auch kurze Gespräche da nicht lediglich ein Bot sondern ein Mensch antwortete. Manchmal gabs auch keine Antwort. Es war dann nicht klar ob gerade niemand Lust hatte oder die Meldung wirklich nicht ankam.

Die erste Euphorie wich schnell der Besorgnis dass mit der immer grösseren Nutzerzahl und dem Erschliessen weiterer Gebiete der Verkehr immer weiter zunehmen wird und schlussendlich auch bei MC wieder MT ähnliche Zustände herrschen. Gefühlt sind wir bereits nahe an Kipppunkt, DM funktionieren bereits eher schlecht.

Neben dem unterschiedlichen Routing, der reduzierten Hopzahl sowie den vielen und häufig falsch angewendeten Rollen von Meshtastic , ist meines Erachtens vor allem der regelmässige und automatisierte Telemetry, Node und Position Ausstrahlung eines der fundamentalen Probleme von MT. Obwohl dies teilweise erkannt und behoben wird, wird dich dies nicht so schnell verschwinden da Nodes auch vergessen und nicht updated werden.

Bots welche automatisiert antworten oder auch selbständig periodisch Informationen verteilen erinnern mich stark an den ständigen Hintergrundverkehr von MT

Mir ist durchaus bewusst das ein Bot eine einfache Möglichkeit bietet um die Kommunikation zu prüfen. Man muss sich jedoch bewusst sein dass dabei nicht unerheblicher Verkehr entsteht und dieser da in den Channels alles geflooded wird über hunderte von Kilometern verteilt wird.

Teilweise bin ich auch sehr überrascht was Botbetreiber alles an unsinniger Information in die Antworten reinpacken.

  • “SNR + RSSI”: bezieht sich auf die Strecke vom Bot zum nächsten Repeater. Das interessiert vermutlich genau niemanden ausser den Botbetreiber selbst
  • :pager:” oder andere komplexe Emojis im Namen und nochmals im Text: 2*4 Bytes
  • “Empfangen um xx:xx:xx” –> auch relativ naheliegend
  • “Empfangen in der schönen Stadt xxxxxx in der schönen Gegend xxxx”: wo der Bot steht ist durchaus interessant, kann man jedoch auch kurz halten

Schlussendlich ergibt sich daraus eine riesige Meldung welche überall verteilt wird. Mehrere Bots im gleichen Channel welche gleichzeitig antworten verschlimmern dies noch zusätzlich.

Meiner Meinung nach bietet ein letsmesh Observer sehr viel bessere Möglichkeiten die Ausbreitung innerhalb des Netzes zu analysieren, und das ganze völlig passiv und ohne zusätzlichen Verkehr zu verursachen.

Vielen Dank dass du dies zur Verfügung stellst

Gruss

Stefan

4 Likes

Hallo frazo

Vorab ein ‘Willkommen’ in unserer Community.
Ich kenne das von früher - da erzählte mir jemand etwas und ich fing sofort Feuer. Tja, hab mir halt damit (Enthusiasmus) auch dann und wann die Finger verbrannt. Hab dann auch - wie du - die Stecker gezogen und das dabei Gelernte als Einnahme verbucht.
Habe vorhin gesehen, dass du bereits einen ‘Observer’ konfiguriert hast. Du wirst bald einmal die Gewitter von Repeats in der Ostschweiz und im Süddeutschen Raum beobachten können.

Das bereitet Sorgenfalten. Nicht nur mir… Ich befürchte, wenn das so weiter geht und der Eigennutz vor dem Gemeinnutz stehen bleibt, wird die Transalp - Verbindung zugemüllt! Sie ist ein Herzstück für das MeshCore - Netz in der Schweiz.

Eine andere, sehr wichtige Verbindung ist Bodensee - Genfersee. Die scheint im Aufbau zu sein - wir hatten Kontakt mit einem Nutzer in Genf. Super ist, dass du in der Gegend Freiburg Repeater gesetzt hast. In Neuenegg und auf dem Guggershörndli hat es bereits je einen Repeater.

Seit einiger Zeit halten wir Ausschau um eine Verbindung ins Wallis zu ziehen. Vielleicht hast du eine Idee?

Du siehst kleine Radio’s ganz gross! Aber eben, es klappt nur, wenn alle Nutzer die Ideen hinter MeshCore verstanden haben und bereit sind, das auch umzusetzen.

Lieber Gruss, Paul

4 Likes

Ich selbst habe einen Bot programmiert, um das Wetter abfragen zu können.
Zurzeit bin ich aber grad am Umstellen des Bots, den früher gab es doch einige Probleme:
AutoAdd konnte nicht auf User eingeschränkt werden, darum musste entweder eine eigene Benutzer Buchführung programmiert werden (da kompliziert, selten gemacht) oder man ist über channels gegangen (und hat darum Flootpackages generiert).
Mit der neuen FW kann man AutoAdd auf User einschränken. Dies erlaubt es, die Bots einfacher so zu programmieren, dass direkte Kommunikation möglich ist.
Meine Hoffnung ist dass andere Nachziehen und die Bots ebenfalls von den Channels wegholen auf DM’s.

1 Like

Abgesehen davon dass das hier drin, meiner Meinung nach, nicht ganz das Thema ist:

Wenn ich schon lese dass man einen Bot erstellt um das Wetter abzufragen, stellt sich mir einfach zwangsweise die Frage ob man von der App Meteo Schweiz, Search usw noch nichts gehört hat? Meshtastic wurde genau zu Schlimmtastic weil es einfach jeder egoistisch für seine Zwecke genutzt hat und Geräte falsch konfiguriert wurden etc. Ich will keinem etwas madig reden, auch wenn es vielleicht so rüberkommen mag, aber ich sehe hier seit meiner relativ kurzen Anwesenheit und meiner Aktivität in Meshcore mehr und mehr, dass das Mesh mittlerweile für, man verzeihe meinen Ausdruck, jeden möglichen Schund genutzt wird welcher zweifelsfrei dazu führen wird, dass wir nach und nach auf ein unzuverlässiges Netz zusteuern. Ich hab auch Spass an Meshcore und am basteln und tüfteln und allem. Aber am Ende hat für mich Meshcore wirklich einen ernsthaften Grund. Wir hatten über 3 Tage keinen Kontakt zu Menschen die uns wichtig sind und anderen auch. Das in einer persönlichen Lebenssituation welche äusserst beschissen und heikel war und weder sie konnten uns erreichen, noch wir sie. Primär habe ich den Mesh-Ausbau im Oberwallis nur aus diesem einen Grund gestartet. Dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Genauso wie mein Kollege @neyer einen ähnlichen Beweggrund hatte. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass fast jeder Repeater im Oberwallis von Ihm oder mir ist und dass man solchem unnötigen Zeug im Falle einer drohenden Mesh-Überlastung Einhalt gebieten könnte um den wesentlichen Funktionszweck wieder sicherstellen zu können.

Ich will kein Moralapostel spielen auch wenn das hier zweifelsfrei danach aussieht. Aber es gibt Menschen für die Meshcore keine Spielerei ist oder bzw ihre Beweggründe für den Einsatz von Meshcore keine Spielerei sind. Unser Mesh im Oberwallis ist komplett abgeschnitte vom restlichen Mesh. Aber ich lese hier von verschiedenen Stellen dass der Traffic mehr und mehr und mehr steigt und leider liest man auch sehr oft hier drin, dass er leider wegen Leuten steigt die es ja hier Live mitbekommen dass es mittlerweile zum Problem wird.

Daher kann ich nur hoffen, dass meine Zeilen vielleicht ein wenig zum Nachdenken anregen ob jede Spielerei, wenn auch durchaus machbar und möglich, wirklich eine Notwendigkeit hat. Denn ich bin da ganz ehrlich - die Repeater die ich stelle sind für mich für den Ernstfall gedacht, Familie in Bergregionen zu erreichen welche oft abgeschnitten sind. Würde ich sehen dass Repeater welche ich verwalte von der Botflut, unnötigen Gastzugriffen und Telemetrieabfragen etc ihrem Zweck nicht mehr nachkommen, würde ich alles dafür tun dass diese unnötigen Sachen enden und das Mesh wieder für ernsthafte Kommunikation frei ist und seinen Job erfüllt.

Primär habe ich mit dem Meshausbau aus diesem Grunde angefangen und werde auch nicht aufhören wenn ich meine Familienmitglieder alle erreiche. Ich will das Mesh auch für alle zugänglich lassen und werde daran auch nichts ändern. Sobald dass aber solche Spielereien hier ebenfalls Einzug finden werden, habe ich auch absolut kein Problem damit alle über einen entsprechenden Wechsel der Einstellungen zu informieren und das Wallis, zumindest mit den Repeatern die ich verwalte, aus dem restlichen Mesh zu trennen. Denn mit jeder Person die ich über Meshtastic oder Meshcore hier im Wallis kennenlernen durfte, suchten einfach eine Notfall-Lösung um kommunizieren zu können. Würde dies durch sowas verunmöglicht werden, sehe ich keinen Grund die Anbindung am restlichen Mesh der Schweiz behalten zu wollen.

Das alles ist Ultima Ratio. Nur um das deutlich zu sagen. Es sollte auch nicht so kommen dass sowas nötig ist. Wenn man aber unnötige Wetterabfragen etc machen möchte, kann man auch Meshtastic nutzen. Dafür läuft das gut genug.

Nehmts mir bitte nicht übel. Aber die ganzen Sachen die man die letzte Zeit über die Auslastung und teilweise schon kleinere Unzuverlässigkeiten die man mitbekommt, lassen die Sorge in mir nicht besser werden dass wir auf ein Meshtastic 2.0 zusteuern.

Liebe Grüsse

Silvio

6 Likes

Einfach mein Braindump, was ich nach einem Tag Grundton aus dem Forum mitnehme, das darf gerne zerlegt werden ich gehe sehr offen in die Diskussion:

Vielleicht dürte ich manche Fragen noch genauer formulieren, aber:

Das ISM Band ist Gemeingut. Es gehört niemandem. Weder Bot Bastlern noch Menschen in abgelegenen Regionen, die auf verlässliche Verbindungen angewiesen sind, noch Preppern. Jeder darf teilnehmen, solange er die regulatorischen (BAKOM) Vorgaben einhält.

Genau deshalb ist der Ruf nach klaren Rahmenbedingungen nur begrenzt umsetzbar. Es gibt keine zentrale Instanz, die Nutzung verbindlich steuert. Man kann Empfehlungen aussprechen, man kann appellieren, man kann sich regional absprechen. Aber am Ende kann jederzeit JEDER dazukommen und alles anders nutzen als vom Betreiber eines Repeaters geplant. Ohne einen Blick in die Community-Regeln zu werfen. Jede Node darf mit max 10% Airtime im Prinzip tatsächlich machen, was sie möchte. Die Intension einen Repeater zu errichten kann diverse Gründe haben, auch schlicht das Interesse, so blöd das klingt, einen Ping quer durch Europa zu senden und sich über die Pongs zu freuen.

Die Interessen aller bleiben trotzdem legitim. Die einen wollen experimentieren und lernen. Die anderen wollen ein möglichst ruhiges, stabiles Netz für Alltag oder Krisen. Wieder andere brauchen schlicht funktionierende Kommunikation in Randlagen. Diese Ziele stehen strukturell in sehr grosser Spannung zueinander. Das gewisse Floods/Bots das Netz zum erliegen bringen sehe ich total. Aber Jammern bringt hier nix. Das ist klar ein Architekturfrage, die auf Protokollebene “schlauer” behoben werden muss!? Regions sind sicherlich sehr sinnig. Gibt es weitere Bestrebungen, die Topologie des Mesh für grosse Distanzen/hohe Anzahl Repeter zu optimieren?

Wir diskutieren im Kern darüber, dass ein Mesh-Netz von Haus aus anarchisch ist. Es lebt davon, dass jeder Knoten teilnehmen darf. Regulierung wäre technisch (belehrt mich) nur über harte Limitierung in Form von Authentifizierung an den Repeatern möglich, und damit würde man die Offenheit gezielt und bewusst einschränken (Analog Elementen aus TTNv3 wie Net-Keys etc), die Stabilität von wichtigen Segmenten wie einem Notfallnetz aber sicherstellen!?

Die unbequeme Wahrheit ist: In einem offenen, lizenzfreien Band wird es nie vollständige Kontrolle oder einheitliche Nutzungsphilosophie geben. Wer ein strikt diszipliniertes Spezialnetz will, braucht eine klar abgegrenzte Infrastruktur mit Zugangsbeschränkung + vermutlich eigener Frequenz. Wer im ISM Band unterwegs ist, entscheidet sich bewusst für Offenheit inklusive Reibung. Aber im Gegensatz zu Amateurfunk-Bändern darf Verschlüsselung verwendet werden, das bringt Möglichkeiten zur (Selbst-)Regulierung.

Vielleicht ist genau das der Kern der Debatte. Nicht wie man die Nutzer diszipliniert, sondern ob man bereit ist, mit Einschränkungen oder mit der Unschärfe eines echten Gemeinguts zu leben.

Ich habe sicherlich viele Erfahrungen aus Meshtastic und anderen Experimenten nicht so praxisnah erlebt. Mich würde interessieren, welche technischen Lösungsvorschläge ihr seht!?

Ich sehe nicht, dass der Enthusiasmus, auch Anfangs Enthusiasmus der - ich sag mal NERDS - einzubremsen hilft oder eingefangen werden sollte. Ich will nicht in Abrede, dass die Fakten zwar richtig sind, aber wenig Lösungen im Raum stehen, welche die Ansprüche aller wirklich gut bedient. Freue mich auf euren Input!

LG
Frank

3 Likes

Du ich bin da voll bei dir - im Grundsatz. Ich masse mir auch nicht an das Netz für mich zu beanspruchen oder für meine Beweggründe. Da wir aber genau vom „Allgemeinwohl“ sprechen, finde ich es sehr frech dass teilweise damit komplett egoistisch umgegangen wird. Du hast Recht - ich kann das nicht verhindern oder verbieten. Zumindest nicht für den Rest des Meshs. Wenn aber der von dir angesprochene Typ gerne seine Pings quer durch Europa jagt und keine Antwort mehr kriegt, wird auch der keinen Spass mehr haben. So wie ich keinen Spass mehr hätte wenn Dank solchen Leuten (umgekehrt wird er das Selbe von mir denken) meine Kommunikationsbegehren nicht mehr zuverlässig bedient werden.

Es gibt überall schwarze Schafe. Viele werden auch Meshtastic, leider, gar nie probiert haben. Sonst wäre vielleicht Einigen klar warum ich und auch Andere so reagieren. Mir ist bekannt und auch bewusst dass ich durch meine Gedankengänge nicht jeden Menschen erreichen werde. Wenn es aber hilft dass der Traffic um 0.02% sinkt hatte es schon was Gutes.

Und das gesamte Mesh retten kann ich nicht. Wie ich aber angesprochen hatte, habe ich absolut kein Problem damit für die von mir verwalteten Repeater (zumindest die die mir gehören) notwendige Schritte einzuleiten sofern sich das Problem bis zu uns ausweiten wird (momentan noch kein Problem da wir ein isoliertes Mesh sind) oder das Problem dann allgemein so gross wird, dass es Meshtastic-Formen annimmt.

Ich will das nicht tun müssen. Ehrlich nicht. Denn @neyer und ich haben beide keine egoistischen Ziele. Sonst würden wir aufhören wenn diese erfüllt sind. Nein - wir planen schon weitere Regionen ein und auch wie wir die Anbindung an den Rest des Meshs realisieren können. Aber (und da spreche ich jetzt ausschliesslich für mich) sollte mein Primärziel, die Kommunikation zu Verwandten in Bergregionen, durch Bots, Telemetrieabfragen etc. so stark tangiert sein dass ein Meshtastic-Feeling aufkommt, werde ich dem einen Riegel vorschieben. Wie restriktiv und einschränkend für das restliche Mesh bleibt offen da bis dann hoffentlich technische Mittel helfen sollten dass es nicht soweit kommt. Wie auch immer diese aussehen werden.

Aber wie gesagt - bislang jede Person die ich über MT/MC kennengelernt habe, hat als Ziel eigentlich die Kommunikation mit anderen Menschen. Dass daraus ein Hobby entstanden ist, ist eine schöne Nebensache. Ich will hier auch nicht als schlechtredende Persönlichkeit auffallen, aber wie du oben sagtest - das Mesh gehört uns allen. Wenn jeder Einzelne aber egostisch damit umgeht, wird das nichts.

Es ist auch nicht das Ziel dass das Wallis eine Insellösung wird. Im Gegenteil. Da wir ja die Erschliessung bis wir am restlichen Mesh angeknüpft sind erstreben. Wenns geht sogar redundant. Dennoch bin ich froh dass die bisherigen Repeater im Oberwallis von 2 bzw 3 Personen sind und man dort entsprechend über kurze Wege Massnahmen ergreifen könnte. Es ist, wie oben erwähnt, Ultima Ratio. Aber bevor dass das zum zweiten Meshtastic werden würde, würde ich lieber eine Insellösung anstreben, als ein instabiles Mesh was keine Kommunikation mehr ermöglicht.

Ob das dann über Regionen realisiert werden würde, über Frequenzwechsel oder welche Optionen auch immer, würde dann keine Rolle spielen. Das Wallis will Teil des restlichen Meshs sein. Wenn das restliche Mesh aber mehr Schaden als Heil anrichten würde, wäre das kein erstrebenswerter Zustand mehr.

Die Hoffnung stirbt aber zuletzt und ich bin zuversichtlich, dass auf den Einen oder Anderen Weg dem Unheil entgegengesteuert werden kann. Hoffentlich so dass alle noch ihren Spass an MC haben können ohne dass gewisse „Gruppen“ ausgesperrt werden müssen. Denn der Aufschrei nach Blacklisting usw wird auch in der weltweiten Community grösser und grösser. Aktuell wird das noch abgelehnt da noch offene Reserven seien mit Entwicklung usw um unnötigen Traffic einzudämmen. Wird aber eine Frage der Zeit sein bis etwas in dieser Form kommen wird.

Mir persönlich ist der Bot-User, Ping-Pong-Spieler usw völlig egal. Solange er und ich (sinnbildlich) in Co-Existenz leben können und er, oder umgekehrt ich, mir nicht meinen Nutzungszweck versaut, habe ich keinen Grund damit ein Problem zu haben. Leider denken viele dort auch anders und würden dann Botuser usw einfach kategorisch blacklisten. Ich habe lieber ein Gemeinsam und Zusammen als ein Gegeneinander. Daher hoffe ich, dass das Gemeinsam klappen wird und keine Restriktionskriege ausgetragen werden müssen.

Damit „gemeinsam“ aber klappt, muss es auch ein gemeinsames Denken geben müssen. Gemeinsam wird klappen wenn man miteinander redet und einen gemeinsamen Konsens findet. Nicht wenn jeder auf die andere Meinung pfeift. Mir ist klar dass ich mich wiederhole, aber solange das Mesh uns alle gemeinsam erträgt und für jeden seinen Spass bringt ist daran auch nichts falsch. Sobald aber eine Gruppe bzw Gesinnung (im Sinne von Ping-Pong Spieler, Notfall-Kommunikationsnutzer usw) Nachteile haben wird, wird der Theater losgehen. Wäre aber schön wenn das vermieden werden kann. Wie auch immer dies bewerkstelligt wird. Dadurch dass der Botbetreiber einsieht dass er nicht alle 10 Sekunden jeden Repeater in der Umgebung aktivieren muss und es nur noch alle 10min macht, dadurch dass der Wetter-Nerd nicht mehr alle 10min eine neue Temperatur abfragen wird oder wie auch immer.

Denkt aber weiterhin jeder egostisch und sieht das Allgemeingut als unendliche Ressource (Airtime 10% ist nicht unendlich) wird das nichts.

Ich belasse es jetzt aber hier an dieser Stelle damit. Ich glaube man sieht, wie ich das meine und dass da auch kein böses Blut dahinter ist. Nur vielleicht ein kleiner Weckruf dass für Einige das Mesh auch einen durchaus ernsten, nicht nur technische Spielerei, Nutzen hat. Ich strebe ein miteinander an - kein Gegeneinander :victory_hand:

5 Likes