Die Erschliessung zweier Täler - der Weg dahin

Hallo Zusammen

Da ich nicht immer wieder irgendwelche Details in anderen Threads niederschreiben möchte um die Themen sauber zu halten, erstelle ich hier meinen eigenen Thread welcher das ganze Thema “Erschliessung Oberwallis” betrifft. Leider neige ich dazu etwas viel zu schreiben. Wer also auf kurze Beiträge hofft, ist hier leider falsch :slight_smile:

Wie hat das alles begonnen? Tja. Einfache Sache. Meine Schwiegermutter lebt in der Region St.Niklaus (wenige Fahrminuten vor Zermatt) und hatte in diesem Jahr einen Stromausfall während 3 Tagen. Kein Strom, keine Kommunikation - nichts. Wir konnten somit keinen Kontakt herstellen und Fragen, wie es ihnen geht. Uns war zwar bewusst dass eine weitere Schwester meiner Frau ganz in der Nähe der beiden wohnt, konnten aber auch sie nicht erreichen. Wie auch? Die Mobilfunkantennen waren ca. 1h nach regionsweitem Stromausfall ebenfalls stumm. Sie hatten weder Notstromaggregat, noch sonstige Methoden ihren Strom selber erzeugen zu können. War also eine schwierige Zeit für alle Beteiligten.

Irgendwann kam ich dann auf Meshtastic. Nachdem ich mit 2 Heltec V3`s rumgespielt habe und bemerkt habe dass das Meshtastic-Netz hier gut ausgebaut ist, kam dann schon bald der RAK Repeater Mini und auch ein RAK Repeater Mini für Schwiegermutti und Vati. Tja - man könnte meinen damit war es das. Weit gefehlt… Die Verbindung war solala. Immer mal wieder kam über das MT-Netz Telemetrie von ihr an. Stabile Telemetrie? Weit gefehlt. Nachrichten kamen durch. Manchmal. Bestätigungen dass diese durchgekommen sind? Selten bis nie. Klar - besser es kommt etwas durch als gar nichts. Dennoch war ich mit dem Resultat nicht sonderlich zufrieden. Ich habe Antennen getauscht, habe Pigtails getauscht, habe dickere Antennen montiert (da sie höher lebt hatte ich die Hoffnung durch den grösseren Gain mehr Erreichbarkeit für sie zu erreichen da sie dann eventuell bis ins Tal leichter kommen würde) etc. bla bla. Gebracht hat alles nicht viel. Es gibt Tage, da kriege ich permament Telemetrie von ihr rein (ein Gerät von mir ist noch auf Meshtastic da ja Meshcore noch nicht etabliert ist hier), andere Tage kriege ich nichts rein. Über Tage nichts versteht sich.

Somit bin ich auf der Suche gewesen nach einem anderen, zuverlässigerem System und bin hier gelandet. Da bei Meshtastic nicht jeder “Spezialist” Router, Repeater etc. aufstellen sollte, habe ich das auch nie getan. Gab hier genug Leute die Router platziert hatten. Mit den Nachteilen die halt ein ungünstig platzierter Router haben kann. Bei Meshcore kann ich dieses aber guten Gewissens tun. Somit habe ich aktuell einen Eigenbau-Repeater im Test (noch nicht am finalen Standort) nach dem Vorbild von @Paul_Simmen seinem Repeater welcher er in seinem Thema vorgestellt hatte.

Ziel wird es sein, das Oberwallis zu erschliessen. Insbesondere als Priorität die beiden Regionen meiner lieben Schwiegermutter und mir selber. Wie das Wallis ist, sind wir zwar topographisch eigentlich gesegnet für gute Repeater-Standorte. Leider sind diese halt auch, teilweise, sehr schwer erreichbar und die Berge etc. erschweren die Abdeckung zusätzlich. Hinzu kommt, dass ich zwei verschiedene Täler erschliessen muss. Das Tal in welchem ich wohne, wozu Visp, Brig, etc. auch dazuzählen, wird relativ einfach. Das Mattertal wird aber eine andere Herausforderung. Da ich das Meshcore-Netzwerk ebenfalls mit den “Narrow”-Einstellungen aufbauen will, sind auch die Reichweiten einzelner Repeater geringer als wenn man auf “Long” gehen würde. Diesen Umstand nehme ich aber hin da ich möchte, dass das Meshcore-Netzwerk im Wallis nicht eine Eigenbrötlerinsel wird. Ich denke leider nicht dass wir den Rest der Schweiz irgendwann hören werden. Dafür ist hier schlicht zu wenig los und die Erschliessung über Goppenstein/Kandersteg wieder eine sehr grosse topographische Herausforderung.

Einzig die Hoffnung besteht, dass die Unterwalliser-Kollegen selber das Meshcore-Netz ausbauen und irgendwann, in weiter Zukunft, die Signale über diese Richtung von euch allen bis zu uns kommen würden.

Wie man sieht - lange Rede kurzer Sinn. Ich habe Arbeit. Viel Arbeit. Im Meshtastic-Netzwerk habe ich schon freundlich eine Nachricht geschrieben, dass doch die Leute mit noch übriger Hardware Meshcore mal einen Versuch geben sollen. Aktuell hat das noch nicht gefruchtet. Kann aber auch gut sein, dass die Nachrichten einfach nicht angekommen sind. Meshtastic halt… Manchmal kommt es mir so vor, als wäre Meshtastic primär dafür ausgelegt dass man Nodes in 300km Entfernung “sehen” kann, statt eine saubere und zuverlässige Kommunikation zu ermöglichen. Es ist zwar schön zu sehen dass ein Kollege in Mulhouse seinen Dach-Knoten immer 100% geladen hat, aber wirklich was bringen tut das Ganze auch nicht. Tja - ein Meshtastic-Nutzer weniger. Dafür habt mich ihr nun an der Backe :wink:

Ich hoffe natürlich, dass das irgendjemanden interessiert. Ich werde hier immer mal wieder irgendwelche Updates, Gedankengänge etc. posten. Freue mich natürlich jederzeit, falls jemand etwas beizutragen hat oder meine Gedanken und Ideen hinterfragt.

Belassen wir es mal mit diesem Eingangspost. Ist schon genug zu lesen :wink:

Liebe Grüsse
Silvio

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Einfach los legen ist der richtige Ansatz. Sobald die ersten Repeater laufen wird es auch für andere wesentlich attraktiver zu wechseln oder mitzumachen. Ich war Anfangs Jahr ganz alleine in der Schweiz mit MeshCore, Mitte Jahr waren wir dann dutzende und jetzt inzwischen hunderte :heart_eyes:

Bis Mitte Jahr waren wir auch nicht auf Narrow unterwegs. Wir wollten das dann mal kurz testen und die Ergebnisse waren so unglaublich brutal gut, dass wir direkt alles umgestellt haben. In der Theorie kommt “Long” weiter, aber in der Realität hat sich gezeigt, dass Narrow stabiler weiter kommt. Das liegt wohl daran das es auf Grund der kürzen Sendungszeiten weniger Packet Collisions gibt, das schmalere Band hilft wohl zusätzlich weil einfach weniger Störungen eine Rolle spielen. Auch mit Narrow halten unsere Repeater Verbindungen stabil weit über 100 Kilometer.

Ist mir ähnlich ergangen. Ich glaube zwar nach wie vor das Meshtastic in bestimmten Anwendungen Sinn macht, aber ich hatte nie Erfolge damit. Es hilft mir nicht 100 Nodes zu sehen aber keine Nachrichten senden zu können. Inzwischen erreiche ich mit MeshCore von Biel aus meinen Cousin in Ulm stabil, mit 6-10 Hops.

Bis nach Thun kommen wir bereits, mein Repeater “CHIX Hasenmatt” auf dem Jura hat dahin eine direkte Verbindung. Das braucht jetzt nur 2-3 Repeater auf den rechten Hügeln und dann ist das Wallis auch erschlossen. Ich bin guter Dinge, dass das Wallis nicht isoliert bleibt.

Hier siehst du mal die aktuellen 50 Nachbarn vom CHIX Hasenmatt, so kannst du dir mal vorstellen wie weit die wirklich kommen:

Wir haben dich gerne an der Backe, halt uns auf dem laufenden! :heart_eyes:

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Da hast du eine interessante Aufgabe. Vor allem weil der Usecase wegen dem Stromausfall Anfang Jahr, ja wirklich auch gegeben ist.

Aber wegen der Platzierung der Repeater, macht ihr das Guerilla-mässig und was sind dafür geeignete Standorte?
Ich habe etwas ähnliches vor, aber eher im Flachland.

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Das ist die Frage aller Fragen die ich mir aktuell stelle. Ich lebe mit dem Gedanken, dass alles Guerilla-mässig machen zu müssen. Irgendwie gedenke ich, bei der Gemeinde anzufragen ob ich irgendwo einem Baum ein kleines Päckchen aufbinden darf. Meinetwegen absolut ohne dass der Baum eine Schraube, Nagel oder ähnliches abbekommt.

Irgendwie sorge ich mich dennoch um eine Absage da halt wieder mal das Thema Funk und Strahlung etc sein könnte. Wenn man dann noch die Frage kriegt ob da ein Akku verbaut ist - tja… was soll man sagen? Wenn man ja sagt, kommt eventuell das Brandthema. Ist ja nicht ganz falsch. Sagt man Nein ist es gelogen. Aktuell bin ich sogar am überlegen mir eine Felsspalte/Steinformation zu suchen und dort ein Brett oder ähnliches einzukeilen. Ich hab einen Standort, aber keine Ahnung wie ich es realisieren soll/will.

Leider habe ich nicht an jedem potentiellen Standort Leute die ich anfragen kann ob sie mich was montieren lassen. Somit bleibt wohl Guerilla-Style nicht ausgeschlossen. Auch wenn es leider meine letzte Wahl wäre…

Du siehst also. Du bist nicht alleine mit den Gedankengängen und die stelle ich mir leider auch. Ist momentan auch die grösste Handbremse für mich. Sonst wäre ein Repeater schon am finalen Ort.

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Ich teste Guerilla-Style, wenn ich dann einen wünschenswerten Standort gefunden habe versuche ich aber jeweils zumindest eine Erlaubniss einzuholen. Ist nicht immer ganz einfach, ich schreibe jeweils die Gemeinden an, oder frage in der nähe nach dem Landbesitzer, oder auch beim lokalen Forstamt.

Meistens kommen die Anfragen sehr gut an und es wird geschätzt, dass man proaktiv fragt. Habe bis jetzt noch keine “Nein” kassiert, aber man muss schon erläutern dass das alles legal ist, ist immer gut wenn man vom Bacom redet.

Ich beschrifte meine Repeater auch jeweils mit www.meshcore.ch und einer eMail. Wenn den jemand findet kann man so mit mir Kontakt aufnehmen. Die meisten die das machen wollen dann einfach mitmachen, musste bis jetzt noch keinen demontieren.

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So, der Test-Repeater ist draussen in der Kälte. Beide Akkus vollgeladen (Flachakku 3000mAh, 18650er 3200mAh) und alles verdrahtet nach dem Vorbild vom anderen Thread. Der letzte manuell ausgelöste Advert war um 14:07 des heutigen Tages. Solarzelle ist keine angeschlossen da diese noch in Lieferung ist und ich testen möchte, wie lange das System absolut ohne Sonne auskommen kann. Mal schauen ob 3 Wochen klappen @Paul_Simmen :slight_smile:

Bezüglich der Thematik Guerilla oder mit Erlaubnis - ich habe jetzt mal eine Mail aufgesetzt an die Gemeinde. Noch nicht ganz fertig da ich das Ganze nochmals durchlesen will, überdenken will was ich alles reinpacke etc. Gerade unsere Gemeinde und allgemein das Wallis, ist doch teilweise etwas, wie soll ich es sagen, altmodischer unterwegs in gewissen Sachen. Da lasse ich mir lieber etwas Zeit und lese nochmals alles durch, bevor da irgendwas drinsteht, was jemand falsch versteht und als böse Technologie einstuft :wink:

Der offizielle Weg wäre mir auch lieber. Sobald es aber um Bewilligungen, Betriebserlaubnis usw. gehen würde, wäre das Thema “Offiziell” für mich durch. Dazu ist mir meine Zeit zu Schade um mich mit der Bürokratie zu plagen. Da fahre/laufe ich vorher alle 3 Wochen (jenachdem wie lange er ohne Solarzelle überlebt) zum Repeater und lasse ihm über Nacht eine dicke Powerbank angeschlossen dass seine Akkus wieder oben sind um ihn irgendwo gut zu verstecken ohne sichtbare Solarzelle.

So wie ich in der “Antenna-Coverage”-Simulation gesehen habe, müsste der Standort ziemlich gut sein. Er ist sicher nicht auf dem Gipfel, überdeckt aber bereits einen ziemlich grossen Teil des Tales. Der Repeater bzw. sein Standort, ist jetzt nicht so ausgereizt dass ich noch knappen Empfang dazu habe. Im Gegenteil. Ich habe bei den Pings nach Hause zu meinem noch ungünstig bodennah platziertem Repeater permanent positive SNR. Dass aber möglichst gute Abdeckung für die gesamte Gemeinde und umliegenden Gemeinden herrscht, platziere ich ihn dennoch dort. Mein Haus-Repeater wird eine so gute Abdeckung nämlich nicht erreichen können. Selbst dann nicht, wenn er endlich auf dem Dach des Hauses montiert ist.

Mal schauen ob am Montag eine Antwort der Gemeinde zu erwarten ist. Denke bis Morgen wird die Mail abgeschickt. Leider vermute ich aber, dass das unnötig lange zu Tode diskutiert wird. Vielleicht sehe ich das zu pessimistisch. Bin aber lieber pessimistisch, als mich zu früh zu freuen. Sollte das Go der Gemeinde jedoch unerwartet schnell kommen, platziere ich den ersten offiziellen Repeater des Oberwallis schnellstmöglich. Hoffentlich spielt mir das Wetter und die Zeit keinen Strich durch die Rechnung…

Drückt die Daumen :wink: Danke für jeden Input von euch! Freut mich zu sehen dass das Thema Anklang findet.

Liebe Grüsse
Silvio

Nachtrag: Zero-Hop Advert ist auf 60min gestellt. Der Flood-Advert aus. So sollte ich relativ gut merken, wann der Repeater seinen Dienst beendet.

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Einfach Akku’s oder den ganzen Repeater austauschen ist einfacher. Der Ladestrom wird z.B. beim XIAO auf ungefähr 100mA begrenzt.
Ich platziere oft Knoten mit Soalrpannel in der ‘freien’ Wildbahn. Ich wähle Standorte, welche gut besonnt sind, abseits von Wanderwegen und nicht innerhalb einer Absperrung liegen. Gehäuse befestige ich mit Gummizügen und bei Bäumen zusätzlich mit Schutzhölzern um eine Verletzung der Rinde zu vermeiden. Das Gerät wird mit einem eingeschweissten Infozettel (um was es sich handelt, dass es ein Versuchsgerät sei, die Sache wieder abgebaut werde und man sich bei Fragen an mich wenden soll (Mailadresse). Das funktionierte bisher (ich hänge seit zweieinhalb Jahren Kästen auf) problemlos. Ich erhielt sogar eine Mail von einem Wanderer als die Halterung des Solarpanels gebrochen war. Die Standorte wechsle ich bei Bedarf (man findet immer etwas Besseres :slight_smile: ) spätestens aber nach etwa 9 Monaten. Schliesslich haben die Teile auch einen Unterhalt verdient, werkeln sie doch zuverlässig 24/365.

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Ja, dass der Xiao bei 100mA begrenzt ist, durfte ich ja schon merken :wink: Das wäre im Notfall natürlich auch ein Plan und ich bin froh, auch nicht alleine zu sein der eventuell die Repeater “einfach so” platzieren werden wird. Ich hab gestern ein wenig mit der Antenna Coverage rumgespielt… Meinen Standort für meine Wohngemeinde verfolge ich immer noch, aber zumindet gemäss dem Antenna Coverage-Tool müsste der nächste Repeater, dass die Verbindung beider möglich ist, an einem ungünstigen Standort platzieren… Da käme weder Wildplatzierung, noch mit Erlaubnis in Frage. Und da sind wir wieder… Ich hinterfrage die Standorte und Pläne 1000x um das bestmögliche Ereignis zu erzielen, dass ich mir selber im Weg stehe :smiley:

Thema Testversuch:
Scheint so, als wäre der 3200mAh 18650er bereits platt. Seit gestern, geht die Akkuspannung der Flachzelle langsam runter. Habe aber keine Messungen vorgenommen und nichts. Reine Vermutung. Man muss aber auch sagen, dass im Remote Management bei vollgeladenem Akku (grüne LED am Xiao aus) der Akku “nur” 92% angezeigt hatte. Steckverbindungen/Kabel kann es nicht sein. Ein XT60 (hatte nichts anderes) und die Kabeldicken, werden kaum einen so grossen Spannungsverlust fabrizieren, dass er dermassen falsch anzeigt. Spielt ja aber auch keine so grosse Rolle. Aktuell ist er bei 85%. Wenn das so weiter geht mit dem Akkustand, wird es wohl so auf so ca. 12-13 Tage noch hinauslaufen bis der Repeater abschaltet. Dann wären wir bei ca. 14-15 Tage OHNE irgendwelche Ladung über Solarzelle oder ähnliches. Meiner Meinung nach, ein guter Wert. In 14-15 Tagen sollte es wirklich mal wieder etwas Sonne geben im Normalfall, dass das in der Realität kein Problem sein sollte.

Durch die neue Energiesparmöglichkeit die ja aktuell in einem Build getestet wird, würde sich die Zeit wohl noch um ca. 1/3 mehr erhöhen. Bleiben wir mal gespannt was die Gemeinde meldet. Sonst pack ich den Repeater vielleicht doch noch während der Testphase bereits an seinen Test-/Finalstandort. Dann ist die Stabilität zu meinem Repeater auch gleich über Tage getestet.

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Kurzer Zwischenstand:

4 Tage 5 Stunden und 30min. Gemäss Xiao 70% Akkustand. Da der Akkustand nach dem ersten Tag runter ging, ist meine Vermutung nach wie vor dass der 3200mah 18650 nach dem ersten Tag bereits leer war bzw in die Abschaltspannung gefallen ist.

Hatte gedacht dass dieser bei angeblichen 7% Verlust den Hauptakku länger oben halten kann. Muss mal schauen ob die Ausgangsspannung sich beim Anbringen des Kaptonband eventuell verstellt hat. Ich geh da absichtlich nicht ran bevor das Ding nicht komplett gestorben ist, um Realbedingungen zu erhalten.

Liebe Grüsse an alle und bereits im Voraus, frohe Festtage euch allen!

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Ja, lass ihn ‘absaufen’ und interveniere erst danach. Du machst das prima: Erst wenn alles unten ist, schauen was war.
Wichtig bei der Analyse: Kram die Datenblätter der Akku’s hervor und vergleiche deine Resultate damit und mit anderen Erfahrungswerten, welche du mit Google findest. Dann hast du einen Lerneffekt. Damit planst du die nächste Schaltung.
So macht es Spass!
Guete Rutsch, LG Paul

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Neuer Zwischenstand:

39-41% (schwankt ein wenig) und genau 12 Tage Laufzeit :flexed_biceps:

Klappt! Schon bald wird die ‘Klippe’ der Entladekurve erreicht und dann geht es rassig hinunter… :wink:

Ich hoffe auf mindestens 16 Tage Laufzeit. Wohlgemerkt ohne dass irgendetwas an Sonne drankommen würde was ja, in der Realität, sowieso nicht passieren wird. Das wäre ein schöner Wert mit dem ich zufrieden wäre. Aber ich bleibe wohl bei deinem initialen Setup für DIY Repeater. Mir gefällt die Notstrom- bzw „Kaltstart“-Fähigkeit des Systems. Getestet wird dieses, sobald das System abgeschaltet hat und dann folgen noch Updates zu den Spannungen der beiden Zellen.

Von der Gemeinde habe ich immernoch keine Informationen bzw Rückmeldung erhalten. Sind wohl alle wegen Feiertagen weg. Hab aber mittlerweile 4-5 Standorte welche eine beinahe perfekte Abdeckung meiner Primärziele bewerkstelligen würden. Alle so geplant, dass die Repeater eine direkte Sichtverbindung zu ihrem Nachbarn haben dass ich mich nicht auf Abstrahlung über Berge etc verlassen muss. Ich will ein stabiles Netzwerk aufbauen, dass hoffentlich viele weitere Nutzer folgen, welche ebenfalls weiterhelfen alles noch stabiler und redundanter zu machen.

Hab jetzt schon so viel Material da, dass ich zwei weitere Repeater stellen könnte. Warte jetzt mal ab was die Gemeinde sagt. Sonst halt dann „Rogue“-Repeater bzw Guerilla-Style.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch! Auf dass ich nächstes Jahr mit grossen Schritten vorangehen kann :+1:

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Mal ein kurzes Update, nicht dass man noch denkt ich hätte aufgegeben😜

Die Bewilligungen dauern ewig… Meine Einwohnergemeinde hat nun seit über eine Woche meine Anfrage offen. Rückmeldung? Bislang keine. Meinen Arbeitgeber habe ich ebenfalls angefragt. Rückmeldung momentan ebenfalls noch keine. Denke aber dass hier abgewartet wird, bis meine Nachtschicht vorbei ist um nicht mit einer Mail antworten zu müssen. Die Nachbargemeinde, auf deren Grundstück ich ebenfalls einen Repeater platzieren möchte da der Standort eine gute Abdeckung bietet, hat ebenfalls noch nicht geantwortet.

Wenigstens ein Arbeitskollege von mir mit einem guten Standort hat sich zusagend geäussert. Aber auch hier - weitere Absprache nach meiner Nachtschicht und somit erst nächste Woche…

Bereits ohne die D5 Repeater die in der Sammelbestellung bestellt sind, hätte ich bereits zwei Repeater die bereit zum Ausrollen wären. Es ist etwas ermüdend :pinched_fingers: So motiviert mich das eigentlich aktuell eher, das einfach Guerilla-Style aufzuziehen. Obwohl mir die offizielle Erlaubnis deutlich lieber wäre. Schützt zwar vor potentiellem Diebstahl/Entfernen trotzdem nicht, allerdings fühlt es sich „besser“ an. Mal schauen wie lange sich das noch zieht.

Liebe Grüsse an Alle

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Vielen Dank für das Update. ‘Gut Ding will Weile haben’ kommt mir grad in den Sinn… Hoffe du hältst durch, ohne zu verzweifeln! Es fühlt sich doch grad so an, wie damals, vor der Weihnachtsbescherung..
Lieber Gruss
Paul

Welchen Xiao verwendest du ? NRF oder ESP ?

@Felix nur NRFs. Die ESPs sind mir zu stromhungrig und ich sehe keinen Vorteil in denen bei einem Repeater.

@Paul_Simmen du sagst es… Zumal ja aktuell noch das Wetter schön alles mit Schnee bedeckt hat. Ich liebe zwar die Landschaft in weiss, aber Erkundungen für eventuelle Guerilla-Standorte oder auch die Montage an einem Ort dessen Erlaubnis noch aussteht, wird damit nicht einfacher bzw sogar lebensgefährlich. Aber naja. Warten wir mal ab. Sollte meine Firma das „Go“ geben, ist wenigstens ein weiterer Repeater montiert. Denke zwar nicht dass mein Dach-Repeater bis zu meiner Firma ausreicht, aber wenigstens wäre der Start spürbar und ein kleiner Erfolgsmoment vorhanden. Würde sich endlich so anfühlen wie es beginnen würde.

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Ich hätte in Grächen wohl einen Balkon auf dem man einen Repeater platzieren könnte, ich kläre das am Wochenende mal ab. Wäre eine tolle Aussicht und würde dem Wallis sicher helfen.

Ich bin da ziemlich manipulativ, du musst es der Gemeinde bzw. dem einzelnen Mitarbeiter unenedlich einfach machen dir ein OK zu geben. Niemand da hat was davon dir ein OK zu geben, ausser Risiko und Aufwand. Wäre ich ein Gemeinde-Mitarbeiter, ich würde dir auch einfach keine Antwort geben oder nein sagen, wäre das einfachste :wink:.

Allenfalls hast du mehr Erfolg wenn du die Landbesitzer anfragst, ein Bauer ist für eine paar Flaschen Wein allenfalls motivierter als ein Gemeinde-Mitarbeiter. Oder lokale Vereine falls die gute Locations haben (Bsp. Wind-Fahnen Masten von den Gleitschirm-Fliegern), oder das Forstamt.

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Grächen wäre natürlich auch schon ideal! Würde, wahrscheinlich, sogar das Tal meiner Schwiegermutter bereits sehr gut erschliessen. Dann müssten aber die D5 Repeater irgendwann eintrudeln :joy: Es ist ja nicht so dass ich gar keine Standorte hätte wo Familie, Kumpels usw ein Ja geben würden. Allerdings sind dass dann vereinzelte Repeater, die einander nicht mal hören würden aktuell. Bevor ich nicht sauber „mein“ Tal erschlossen habe, sind die Nice to Have aber genauso nutzlos wie mein eigener Zuhause :joy:

Ich bin am schauen ob ich Telefonnummern von Bauern, Landbesitzern usw rausbekomme. Das Oberwallis erscheint mir hier aber zwangsweise manchmal etwas wie Texas. Man ist freundlich, will aber trotzdem irgendwie mit niemandem was zu tun haben. Wobei das eigentlich auf viele Bereiche der Schweiz zutrifft :grin:

Die Sache mit der Gemeinde ist halt etwas nervig. Ich gestehe dass ich einen grossen Text verfasst habe. Ausgedruckt sicher etwas über 1.5 A4 jenachdem wie skaliert. Mit den Infos wissen die eigentlich über alles Bescheid. Auch dass es für die Anwohner, bei Interesse, sowie für viele Andere Vorteile hätte. Kriege ich da bis Ende Woche keine Antwort, gehe ich über den Gemeindepräsidenten der mir über einige Ecken noch verwandt ist.

Wenn ich einen 200m Sendeturm aufstellen möchte, würde ich die zögernde bzw ablehnende Haltung verstehen. Ich möchte aber ein kleines, kaum merkbares Gerät aufstellen mit praktisch keiner Sendeleistung oder Aufwand für die Gemeinde. Meinetwegen dürfen dir mir einen Ein-Sätzer schreiben à la „mach halt“ und ich wäre glücklich.

Wenn das aber so weiter geht, wird einfach gar nicht gefragt sondern gemacht. Halt so gut wies geht versteckt und in der Hoffnung, dass das Gerät nicht verschwindet. Sind ja keine 200 CHF pro Gerät. Trotzdem würde es mich ärgern auch wenn ich davon leider sowieso ausgehen muss jenachdem was für Leute das sehen würden.

Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass die Standorte teils so gewählt sind, dass keine 2h Wanderungen dahin notwendig sind. Abgeschieden ja, aber relativ gut erreichbar. Denn wenn aus Störungsgründen jedes Mal eine 2-3h Wanderung gemacht werden muss, wird das irgendwann nichts. Bedeutet dann ein unzuverlässiges Netz was ich nicht machen möchte.

Einfach machen und eine eMail drauf schreiben ist auch eine Variante die Gemeinde dazu zu bringen mit dir Kontakt aufzunehmen, oder eben nicht falls es niemanden stört. :wink:

Der erste Mensch der jemals einen Repeater von mir entdeckt hat (meine sind alle mit eMail markiert) arbeitet inzwischen als Praktikant in meiner Firma :+1:

CHIX Hasenmatt ist ca. 25 Minuten Fussmarsch vom Parkplatz, da ich mich nicht unbedingt als Wandervogel bezeichnen würde reicht das auch schon.

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